An der Golfküste - Urlaub in Florida Teil I

An der Golfküste - Urlaub in Florida Teil I

Den ersten Teil meines Reiseberichts aus dem Süden der USA mit meinen Eindrücken aus Nashville und New Orleans gibt es hier: https://www.jfsweb.org/home/2018/1/8/weihnachtszeit-in-nashville-und-new-orleans

Dieser Teil beschäftigt sich mit unseren Tagen an der Golfküste von Florida. Dort haben wir zwei Stationen abgeklappert, ein winziges Dörfchen relativ weit im Norden, Steinhatchee, und dann Tampa, eine der größeren Städte von Florida und ein klassiches Urlaubsziel.

In Steinhatchee verbrachten wir nur eine Nacht, da es nur als Zwischenstopp auf dem Weg von New Orleans nach Tampa gedacht war. In der Tat war die Fahrt von New Orleans dorthin eine der längsten Tagesstreckecken auf der Tour. Der Ort, wir relativ blind rein auf Grund seiner geografischen Lage auf Google Maps ausgewählt hatten, war dann eine etwas seltsame Mischung aus Touristenstädtchen und totalem Kaff. Zwar gab es viele Hotels und sicherlich hunderte Bootsanleger, aber so gut wie keine Gastronomie. Und keinen Handyempfang. Weil wir so spät ankamen, dass niemand mehr an der Rezeptions war, mussten wir ohne WLAN-Passwort auskommen und so ganz ohne Google war es ziemlich schwierig, überhaupt was zu Essen auzutreiben. Am Ende haben wir dann doch eine Pizzaria gefunden und mussten nicht zu lange hungern.

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich schnell los, aber irgendwie mussten mir den Großteil des Tages noch rumkriegen bevor wir um 3 Uhr in unser Hotel in Tampa einchecen konnte. Rund um Steinhatchee gibt's ne Menge Natur, warum wir uns überhaupt für das Städtchen entschieden hatten. Am Ende ließen wir uns dann von einem Schild überzeugen, dass den breitesten Wasserfall Floridas anpries. Pro-Tip: Wenn dir jemand erzählt, wie breit sein Wasserfall sei, frage auch wie hoch er ist!

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Mal wieder voll aufs Marketing reingefallen!

Nicht ganz überraschend war die ganze Aktion dann also nicht so spannend und wir sind weiter die Küste runter, wo wir Mittags in einem anderem Örtchen an der Küste Rast machten. Cedar Pines liegt auf einer Insel leicht vorgelagert vor der Küste und ist wie Steinhatchee ein Paradies für Leute mit Booten und Angeln.

Der Spaziergang durch den Hafen war relativ kurz, aber es gab viel an Vögeln zu sehen und ich hab meine Kamera fleißig eingesetzt. Und dann kam es zu einem der absoluten Highlights des ganzen Urlaubs, jedenfalls für einen Tierfotographie-Enthusiasten wie mich: Ein Fischadler samt frisch gefangen Fisch ließ sich direkt vor unserem Auto, in dem uns gerade über die Pizzareste vom Vortag hermachten, auf einem Pfahl nieder.

Natürlich bin ich sofort mit der Kamera los und hab mich immer näher an der Tier herangepirscht. Zum Glück ließ sich der Fischadler davon so gar nicht aus der Ruhe bringen und posierte sehr ausdauernd für mich. Ganz toller Moment!

Am Nachmittag sind war dann die letzten paar hundert Kilometer bis Tampa gefahren und bekamen endlich, wonach wir die ganze Zeit gesucht hatten: 20 Grad und Sonne! Tampa selbst liegt nicht direkt am Golf, sondern etwas landeinwärts an einer Bucht. Die ganze Downtown entlang gibt es einen super Promenade, auf der wir abends die Stadt erkundet haben. Tampa hat eine coole Skyline und wirkte im allgemeinen sehr freundlich, offen und relaxed. Hat uns super gefallen.

Für den nächsten Tag war dann das erste Mal richtig Strand angesagt. Vor der Küste gibt es den Caladesi State Park, eine naturgeschützte Insel die man nur mit einer Fähre von einem anderen State Park aus erreichen kann. Dadurch ist die Anzahl der Leute dort immer begrenzt und man hat die ganze Insel mit wunderschöner Natur zwar nicht für sich, aber es geht sehr ruhig zu. Die Zeit dort haben wir aufgeteilt zwischen faulenzen auf einem super Strand mit feinem weißen Sand und dem Naturwanderweg. Waldbrände sind ein wichtiger Teil des Ökosystems dort und viele der Palmen waren gleichzeitig grün und sehr deutlich verkohlt.

Ein weiteres Highlight unserer 2 Tage in Tampa war eine kleine vegane Bäckerei/Bistro namens Farmacy. Wir waren da relativ spät und im wesentlichen hatten die Leute den Laden schon kahl gefressen. Uns blieben dann nur ein Currysalat und Oatmeal zum Abendessen. Und es war sooo gut! Den ganzen Rest des Urlaubs mussten wir immer darüber jammern, dass wir nicht noch einmal dort essen konnten.

Aber wir hatten nunmal nur wenig Zeit eingeplant an der Golfküste und so zogen wir nach nur zwei Nächten weiter nach Osten, auf zu neuen Abenteuer. Die ich mir für das nächste Kapitel aufspare.

The Last Jedi Review auf dem Englischen Blog