Sonnenschein am Genfer See

Sonnenschein am Genfer See

Mein Monat am CERN geht in die finale Phase, in einer Woche geht es schon wieder rüber in die USA. Die Zeit verging dann doch irgendwie mal wieder unheimlich schnell.

Damit nicht der Eindruck ensteht, ich sei völlig zum Spaß hier, habe ich mir das letzte ganze Wochenende mit Nachtschichten voll gepackt. Und so sitze ich hier gerade um halb 5 morgens, 2.5 Stunden vom Schichtende entfernt, und frage mich, wie zur Hölle ich auf die Idee gekommen bin?! Basierend auf der Erfahrung von letzter Nacht habe ich noch eine gute Stunde, bevor wach bleiben das einzige ist, worauf ich mich noch konzentrieren kann.

Was auch beideutete, dass ich heute noch zum March for Science konnte, der in Genf schon um 10 Uhr morgens gestartet ist, nur 2 Stunden nachdem ich es endlich ins Bett geschafft hatte. Aber nach allem was ich höre, hat der Rest einen wirklich guten Job gemacht.

Aber zumindest die Nachmittage, oder was außer dem Nachholen von Schlaf von ihnen übrig bleibt, sind frei dieses Wochenende. Das Wetter war einfach großartig heute, und da ich es während dieses Besuchs noch gar nicht in die Stadt geschafft hatte, hab ich mich in die Tram Richtung Hauptbahnhof gesetzt. So gegen halb 5, als ich endlich halbwegs ausgeschlafen war.

Natürlich war die Kamera mit dabei und es gab auch reichlich zu knipsen. Vom Bahnhof bin ich direkt in Richtung Genfer See, dem dominierenden Merkmal der Stadt. Die Stadt ist schon einfach unglaublich schön gelegen, am Wasser zwischen den Bergen.

Wo andere Städte verspielte Springbrunnen installieren, wo vielleicht auch noch zu Musik die Fontänen geregelt werden, macht Genf einfach Nägel mit Köpfen: Eine Fontäne, bis zu 140 Meter hoch, das reicht um Gäste zu beeindrucken.

Bei guten Wetter lockt das der See natürlich jede Menge Leute an, und gesehen werden ist bei genauso wichtig wie sehen, besonders wenn es gilt, im Internet eine gute Figur zu machen.

Aber nicht nur Menschen gibt's am See zu hauf, auch jede Menge Wasservögel treiben sich herum. Durch den regen Betrieb haben die quasi keine Scheu vor Menschen mehr und man kommt wirklich nah ran an Schwäne und Enten.

Auch Meinungsverschiedenheiten werden direkt vor aller Augen ausgetragen.

Nachdem ich mich eine Weile am See herumgetrieben habe, bin ich dann weiter in die Genfer Altstadt, dem wirklich schönen Teil der Stadt. Dank der schweizer Neutralität gibt es hier noch die klassische mittelalterliche Stadtstruktur, mit engen Gassen, die sich an die Hügel schmiegen. Zentraler Anlaufpunkt ist hier die Kathedrale, deren älteste Teile über 800 Jahre alt sind.

Da Zeit und Kameraakku langsam knapp wurden, bin ich nach ein paar Schleifen durch die Sträßchen dann wieder zurück Richtung See und Bahnhof, um das Schicht-Shuttle nicht zu verpassen und rechtzeitig wieder im Kontrollraum zu sitzen.

Wie üblich sind eine ganze Menge Fotos angefallen. Eine erweiterte Selektion findet ihr hier:

Zurück in die USA...Und direkt wieder auf Tour

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Ich will Berge sehen, Gandalf, Berge...

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