Im Selleriesumpf

Im Selleriesumpf

Bevor ich nach West Lafayette gezogen bin, wurde mir schlimmes angekündigt über die Winter hier, Temperaturen deutlich tiefer als in Deutschland, monatelang Schnee. Vor Weihnachten war es auch eingiermaßen kalt mit ein bisschen Schnee, aber der Januar hat sich so gar nicht an die Erwartungen gehalten. Die Temperaturen waren selten unter 0°C und an Schnee ist nicht zu denken. Dafür ständig bewölkt und Regen.

Heute gabs dann endlich richtig gutes Wetter. Bei teilweise strahlenden Sonnenschein waren es bis zu 18 Grad. Also ab in die Natur, mein neues 70-300mm Teleobjektiv austesten. Etwas nördlich von meiner Wohnung, etwa 45 Minuten zu Fuß, liegt die Celery Bog Nature Area, wörtlich übersetzt der Selleriesumpf. Auf dem Gebiet gab es früher eine große Farm, wo unter anderem Sellerie in großen Mengen angebaut. Dafür musste das Feuchtgebiet ständig entwässert werden. Nach Ende der landwirtschaftlichen Nutzung gibt es dort nun wieder einige größere Wasserflächen und es ist ein Naturschutz- und Naherholungsgebiet.

Eingang zur Celery Bog Nature Area

Eingang zur Celery Bog Nature Area

Blick über den größten See des Gebiets von einer Brücke aus

Blick über den größten See des Gebiets von einer Brücke aus

In dieser Landschaft gibt es natürlich reichlich Gelgenheit für den den angehenden Hobbyfotographen, erste Gehversuche in Tierfotographie zu unternehmen. Aber auch schon auf dem Hinweg sind mir ein paar Vögel über den Weg gelaufen.

Das große Thema des Tages waren aber auf jeden Fall Wasservögel, und da vor allem Enten und ganz besonders Gänse.

Nachdem ich im größten der Seen lange Zeit nur schwimmende Vögel zu Gesicht bekam, bin ich ein wenig weiter gewandert. An einem kleineren Gewässer habe ich dann einen wirklich guten Platz gefunden, an dem Schwärme von Gänsen ständig am Starten und Landen waren. Da war ich dann auch nicht alleine, gleich zwei weitere Fotographen waren vor Ort.

Gelegentlich leistete mir dann auch noch eine kleine Bisamratte Gesellschaft.

Gegen Mittag ging es dann wieder nach Hause, die Speicherkarte randvoll mit Bildern. Das ist auf jeden Fall eine sehr schöne Ecke, und es gibt sicherlich noch eine Menge zu entdecken. Von 150 Vogelarten, die dort leben, habe ich bisher genau 4 gesehen, da geht also noch was. Für den ersten Ausflug mit dem Teleobjektiv bin ich aber sehr zufrieden.

Chicago! Und was sonst so los ist.

Chicago! Und was sonst so los ist.

Manchester by the Sea

Manchester by the Sea