Arrival

Arrival

Eine der interessanten Film des Jahres ist Arrival von Regisseur Denis Villeneuve, dessen letzter Film Scicario mich schon ziemlich überzeugt hatte. Der Film adaptiert eine Kurzgeschichte, in der 12 außerirdische Raumschiffe an verschiedenen Stellen der Erde landen und danach scheinbar nichts tun als ein paar Meter über dem Boden zu schweben und alle Leute fürchterlich nervös zu machen. Hauptcharakter ist Dr. Louise Banks, gespielt von Amy Adams. Sie ist Sprachwissenschaftlerin und wird vom US-Militär angeheuert um irgendwie eine Kommunikation mit den Außerirdischen herzustellen, was sich als angenehm schwierig herausstellt.

Ich muss sagen, der Film bietet eine der besten Darstellungen eines First Contact, die ich bisher gesehen habe. Hier wird tatsächlich bei den ganz grundlegenden Fragen der Kommunikation angefangen: Kommuzieren die Aliens überhaupt verbal? Welchen grundlegenden Konzepte verstehen sie überhaupt? Und das Design der Aliens und der Raumschiffe ist ziemlich großartig.

Ziemlich cool finde ich dieses Video, in dem die Sprachwissenschaftler, die bei der Produktion des Film beraten haben, zur Wort kommen.
 

Zurück zum Film:

Dieser lässt sich viel Zeit in seiner Erzählung und hat trotz seiner globalen Handlung einen starken Fokus auf seine Hauptfigur und ihre Erfahrungen mit den Aliens und ihrer Sprache. Dadurch bleibt der Rest der Charaktere zwar weitgehend blass, aber das hat dem Film in meinen Augen nicht geschadet. Hier hilft natürlich die wirklich großartige Performance von Amy Adams, die wirklich großartig spielt. Wie üblich, muss man fast schon hinzufügen.

Gegen Ende wurde mir der Film dann doch etwas zu sentimental und verliert seine spannenden Fragen zum Thema Sprache und wie sehr prägt sie, wer wir sind und wie wir denken, ein wenig aus dem Augen. Dies geht zugunsten der persönlichen Story von Dr. Banks; ein Fokus, der zwar erzählerisch einigergemaßen gut vorbereitet ist, wo ich mir dann aber doch mehr intellektuellen Fokus gewünscht hätte.

In der Summe aber trotz dieser kleineren Abstriche ein gelungener Film, der den erfreulichen Trend zu gelungener Sci-Fi im Kino fortsetzt, nach Ex Machina letztes Jahr. 8.5/10 Punkte.

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